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Tinnitus – Hilfe bei Ohrgeräuschen

Unsere Kolleginnen Marleen Denecke und Jaclyn Thilla (Team Leistungen in Langenhagen) achten darauf, Entspannungsphasen in ihren Alltag einzubauen

Unsere Kolleginnen Marleen Denecke und Jaclyn Thilla (Team Leistungen in Langenhagen) achten darauf, Entspannungsphasen in ihren Alltag einzubauen

Die Auslöser und begünstigenden Faktoren des Tinnitus aurium (kurz: Tinnitus) können sehr unterschiedlich sein

Die Auslöser und begünstigenden Faktoren des Tinnitus aurium (kurz: Tinnitus) können sehr unterschiedlich sein

Unsere Kollegin Doris Adamczewski aus dem Team Leistungen in Langenhagen kann sich beim Hören ihrer Lieblingsmusik gut entspannen

Unsere Kollegin Doris Adamczewski aus dem Team Leistungen in Langenhagen kann sich beim Hören ihrer Lieblingsmusik gut entspannen

Ohrgeräusche, die sich keiner Schallquelle zuordnen lassen, haben die meisten Menschen schon einmal erlebt. Meistens verschwinden die Geräusche nach wenigen Sekunden von allein wieder. Was aber kann man tun, wenn ein solcher Tinnitus immer wieder oder dauerhaft auftritt?

 

Was ist ein Tinnitus?
Rund fünf bis zehn Prozent aller Erwachsenen sind im Laufe ihres Lebens von einem länger andauernden Ohrgeräusch betroffen. Sie hören Töne, ein Rauschen oder Rattern, obwohl keine Geräuschquelle inner- oder außerhalb des Körpers feststellbar ist. Treten diese Geräusche über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten auf, spricht man von einem chronischen Tinnitus. Ein- oder beidseitig, phasenweise oder permanent, Art, Frequenz und Schweregrad – ein Tinnitus ist bei jedem Betroffenen anders. Es kann sich um ein Fiepen oder Pfeifen handeln, aber auch um ein Summen, Brummen, Rattern oder Rauschen. Ebenso individuell ist der Leidensdruck. Einige der Betroffenen fühlen sich in ihrer Lebensqualität und Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt und leiden mitunter noch unter weiteren Symptomen wie Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Für andere stellt der Tinnitus wiederum keine besondere Belastung dar oder sie gewöhnen sich an die Ohrgeräusche. Schon Kinder können unter einem Tinnitus leiden. Am häufigsten aber kommt er ab dem 45. Lebensjahr vor.

Vielfalt möglicher Ursachen

Selten entstehen die störenden Geräusche im eigenen Körper. Es kann zum Beispiel sein, dass die eigenen pulssynchronen Strömungsgeräusche des Blutes gehört werden. In diesem Fall sind die Geräusche medizinisch messbar. Die meisten Betroffenen haben jedoch einen Tinnitus, dem keine innere oder äußere Geräuschquelle zugrunde liegt. Eingebildet sind die Geräusche aber nicht. Es wird vermutet, dass lärmgeschädigte Sinneszellen nicht mehr in der Lage sind, Höreindrücke an das Gehirn weiterzugeben und die fehlenden Signale die Nervenzellen im Gehirn veranlassen, »Phantomgeräusche« – also Geräusche, die nicht wirklich da sind – zu übermitteln. Experten gehen davon aus, dass ein solcher Tinnitus am häufigsten infolge eines Lärmschadens auftritt. Die Arbeit an lauten Maschinen, zu laute Musik, aber auch andere übermäßige Lärmbelastungen können demnach zu einem Tinnitus führen. Als mögliche Ursachen in Betracht kommen darüber hinaus zahlreiche Erkrankungen wie beispielsweise eine Mittelohrentzündung, ein verletztes Trommelfell, eine Innenohrerkrankung, aber auch Schwerhörigkeit und bestimmte Medikamente. Häufig ist jedoch keine eindeutige Ursache feststellbar.

Wie lässt sich ein Tinnitus therapieren?
Die Behandlung hängt von der Art und der Ursache des Tinnitus ab. Liegt eine ursächliche Erkrankung vor, die erfolgreich behandelt werden kann, stehen die Chancen gut, dass mit deren Heilung auch der Tinnitus wieder verschwindet. Schwieriger ist es bei einem Tinnitus, für den keine organische Ursache gefunden werden kann. In diesen Fällen wird die Therapie darauf ausgerichtet, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Das kann beispielsweise ein abgestimmtes Hörsystem sein, das ein künstliches Geräusch erzeugt, um von dem Tinnitus abzulenken oder ihn zu überdecken. Als sinnvolle Behandlung wird auch die kognitive Verhaltenstherapie angesehen. Bei dieser Therapie lernt der Patient, sich an den Tinnitus zu gewöhnen und ihn neutral zu bewerten. Dadurch verschwindet der Tinnitus zwar nicht, aber der Betroffene empfindet ihn als weniger belastend.

Zur Ruhe kommen
Stress und emotionale Belastungen können begünstigen, dass ein Tinnitusgeräusch verstärkt oder überhaupt erst wahrgenommen wird. Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder auch Yoga können dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und die innere Balance wiederzufinden. Erlernen können Sie diese Techniken in einem Gesundheitsförderungskurs. Wir übernehmen die Kosten für zwei Kurse pro Jahr – bis zu 150 Euro pro Kurs.

Tinnitus-Therapie mit Musik

Mit Musik gegen die störenden Ohrgeräusche vorzugehen, ist eine relativ neue Methode. Grundlage dieses Konzepts bildet die Annahme, dass der Tinnitus durch überaktive Nervenzellen im Gehirn entsteht. Die Behandlung erfolgt über eine komfortable Smartphone-App, die individuell die Tinnitus-Frequenz des Betroffenen aus den Musikstücken herausfiltert. Das Hören von individuell gefilterter Musik soll den Nervenzellen helfen, sich zu beruhigen und so die Tinnitus-Lautstärke nachhaltig zu verringern. Das Angenehme daran ist: Sie können die App »Tinnitracks« mit Ihrer Lieblingsmusik nutzen. Wenn auch Sie unter einem mit »Tinnitracks« therapierbaren Tinnitus leiden, übernehmen wir für Sie die Kosten für zwölf Monate. Voraussetzung ist, dass die Therapie nach HNO-ärztlicher Diagnose als geeignet eingestuft wird.


Teilnehmende Hals-Nasen-Ohren-Ärzte


Zum Beispiel:

HNO med. Nord
Dr. Heike Heß
Wallstraße 40–44
24768 Rendsburg

HNO-Gemeinschaftspraxis
Dr. Terjung & Dr. Schiel
Friedrich-Ebert-Straße 59
28199 Bremen

Eine Liste aller teilnehmenden Hals-Nasen-Ohren-Ärzte sowie weitere Informationen zum Angebot erhalten Sie unter: www.atlasBKKahlmann.de/tinnitracks

 

Gewinnspiel: Lösen Sie unser Kreuzworträtsel und gewinnen Sie mit etwas Glück hochwertige Kopfhörer!

 

Quellen:
Gesundheitsinformation.de (www.gesundheitsinformation.de)
Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e. V. (www.hno-aerzte-im-netz.de)


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