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So schützen Sie Ihre Zähne vor Karies

Lana (die Tochter von Heike Messyasz, Leiterin Referat Versorgung) weiß, wie wichtig es ist, nach dem Naschen gründlich die Zähne zu putzen

Lana (die Tochter von Heike Messyasz, Leiterin Referat Versorgung) weiß, wie wichtig es ist, nach dem Naschen gründlich die Zähne zu putzen

Je später Karies behandelt wird, umso schmerzhafter wird es – eine frühzeitige Behandlung ist daher dringend anzuraten

Je später Karies behandelt wird, umso schmerzhafter wird es – eine frühzeitige Behandlung ist daher dringend anzuraten

Zwar hat sich die Karieshäufigkeit in den letzten Jahrzehnten deutlich verringert. Aber ein kariesfreies Gebiss ganz ohne Füllungen ist bei Erwachsenen noch immer eine Seltenheit. Erfahren Sie, wie Karies entsteht und wie Sie Ihre Zähne am besten schützen können.

 

Robust und doch empfindlich
Die Zähne leisten Beachtliches. Mit ihnen beißen wir ab, zerkleinern und zermahlen unsere Nahrung, um sie für ihre Reise in den Magen und die weitere Verdauung vorzubereiten. Sind die Zähne gesund, können wir das Essen und Trinken unbesorgt genießen und beherzt auch in knackige Möhren und festes Vollkornbrot beißen. Unsere Zähne sind extrem robust – und das müssen sie auch sein, um der täglichen Kaubelastung standzuhalten. Zugleich sind sie aber sehr empfindlich und bedürfen einer gründlichen Pflege, damit sie vor Karies und anderen Erkrankungen geschützt sind.

Was ist Karies?
Karies (früher auch »Zahnfäule« genannt) ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die in der Anfangsphase schmerzfrei verläuft. Im Frühstadium ist Karies an weißen oder braunen Flecken auf den Zähnen zu erkennen. Ohne Behandlung schreitet Karies voran: Es entstehen die bekannten Löcher und der Zahn wird allmählich zerstört. Karies ist sehr schmerzhaft, wenn erst einmal das Zahninnere betroffen ist. Eine frühzeitige Behandlung ist daher dringend anzuraten.

Wie entsteht Karies?
Oft werden die verursachenden Bakterien schon im Kleinkindalter von den Eltern auf das Kind übertragen. Zu Karies kommt es aber neben einer genetischen Veranlagung erst in Kombination mit zwei weiteren Faktoren: zuckerhaltige Lebensmittel und unzureichende Mundhygiene. Karies entsteht, wenn die Bakterien sich miteinander verbinden und im Zusammenspiel mit Nahrungsresten und Speichel einen Belag auf den Zähnen bilden. Die Bakterien in diesem Zahnbelag (auch »Plaque« oder »Biofilm« genannt) nutzen Zucker, den sie in der Mundhöhle vorfinden, zur Energiegewinnung. Es handelt sich dabei um einen Gärungsprozess, bei dem die Bakterien den Zucker in Säuren umwandeln. Die Säuren entmineralisieren den Zahnschmelz. Dadurch wird er durchlässig für Krankheitserreger.

Zuckerhaltige Lebensmittel
Zucker ist nicht nur in Süßigkeiten und Limonaden enthalten, sondern auch in verarbeiteten Lebensmitteln wie beispielsweise Ketchup, Senf, Kartoffelchips und Fertiggerichten, aber auch in Obst und Honig. Denn nicht nur Haushaltszucker, sondern auch Fruchtzucker, Traubenzucker und alle anderen Zuckerarten können zu Säure vergären. Entscheidend ist aber auch, wie lange der Zucker im Mund verbleibt. Klebrige Lebensmittel wie Schokolade, Sirup oder Kaubonbons bleiben lange an den Zähnen haften. Entsprechend haben die Bakterien viel Zeit, um den Zucker in Säure umzuwandeln. Gerade Kinder mögen Süßes. Ihre Milchzähne sind sehr empfindlich und dadurch besonders kariesgefährdet.

Zahnfreundliche Ernährung
Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Entstehung von Karies. Indem Sie auf zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel sowie häufige Zwischenmahlzeiten möglichst verzichten, entziehen Sie den Bakterien die Grundlage und verringern das Kariesrisiko. Andererseits können Sie Ihre Zahngesundheit durch geeignete Lebensmittel fördern. Über die Ernährung gelangen Mineralstoffe in den Speichel, die von den Zähnen aufgenommen werden und den Zahnschmelz stärken. Für die sogenannte Remineralisierung benötigen die Zähne vor allem den Mineralstoff Kalzium. Er ist zum Beispiel in Milchprodukten, aber auch in Brokkoli, Fenchel und kalziumreichem Mineralwasser enthalten. Süßigkeiten sollten nur in geringen Mengen verzehrt werden.

Zweimal am Tag Zähne putzen
Mindestens zweimal täglich sollten die Zähne und die Zahnzwischenräume gründlich mit der Zahnbürste und mit Zahnseide oder Zwischenraumbürstchen gereinigt werden. Fluoride sind in vielen Zahncremes enthalten. Sie erhöhen die Widerstandskraft der Zähne gegen Karies. Wenn möglich, sollten Sie Ihre Zähne nach jeder Mahlzeit putzen, um Nahrungsreste und Zahnbelag zu entfernen. Im Alltag lässt sich das jedoch nicht immer umsetzen. Stattdessen können Sie den Mund wenigstens mit Wasser ausspülen. Zuckerfreie Kaugummis sind ebenfalls hilfreich, weil sie die Speichelproduktion anregen.

Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt
Auch wenn Sie keine Beschwerden haben, sollten Sie Ihre Zähne einmal pro Halbjahr von Ihrem Zahnarzt kontrollieren lassen, damit Zahnkrankheiten rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchungen tragen wir. Ein weiterer Grund, die zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen zu nutzen: Können Sie anhand Ihres Bonushefts zum Nachweis von Zahngesundheitsuntersuchungen (nicht zu verwechseln mit dem Heft zum MeinBonus oder MäuseBonus) nachweisen, dass Sie in den vergangenen fünf oder zehn Jahren mindestens einmal pro Jahr bei der zahnärztlichen Vorsorge waren, erhalten Sie einen höheren Festzuschuss für Kronen, Brücken und anderen Zahnersatz. Auch im MeinBonus- oder MäuseBonus-Heft erhalten Sie einen Bonuspunkt für die zahnärztliche Vorsorge! Also bitte die Bonushefte bei Ihrem nächsten Zahnarztbesuch nicht vergessen!

 

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Quellen:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.kindergesundheit-info.de)
Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (www.kzbv.de)
Gesundheitsinformation.de (www.gesundheitsinformation.de)
Robert Koch-Institut/Statistisches Bundesamt: Gesundheitsbericht des Bundes 2015 (www.gbe-bund.de)


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