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Tierisch fit: Der Hund als Trainingspartner

Trainerin Jane Bauscher zeigt zusammen mit Hündin Bella, wie sich Bänke und Bäume ins Training integrieren lassen

Trainerin Jane Bauscher zeigt zusammen mit Hündin Bella, wie sich Bänke und Bäume ins Training integrieren lassen

Ein Spaziergang mit Hund lässt sich auch für die eigene Fitness nutzen

Ein Spaziergang mit Hund lässt sich auch für die eigene Fitness nutzen

Viele Übungen trainieren auch die Muskeln des Hundes (Fotos © Jane Bauscher, www.fitmitbella.de)

Viele Übungen trainieren auch die Muskeln des Hundes (Fotos © Jane Bauscher, www.fitmitbella.de)

Gassigehen und Sportstudio – viele Hundebesitzer schaffen nur eins von beiden. Wie wäre es, den Spaziergang mit dem Hund in ein Fitnesstraining zu verwandeln? Das gemeinsame Work-out baut nicht nur Muskeln auf und verbessert die Ausdauer, sondern macht auch jede Menge Spaß.

 

Hundebesitzern fehlt schnell die Zeit, neben Job, Familie und Hundespaziergängen noch Sport zu treiben. »Das ist auch gar nicht unbedingt nötig. Denn man kann gemeinsam mit dem Hund Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit trainieren«, erklärt Jane Bauscher, Fitnesstrainerin für Hund & Halter in Achim bei Bremen. Sie bietet Kurse an, in denen die Teilnehmer lernen, wie das Fitnessprogramm mit Hund funktioniert.

Bevor es losgeht, müssen sich Mensch und Hund erst einmal aufwärmen. »Sich selbst kann man aufwärmen, indem man einen Fuß anhebt und kreisen lässt, dann den anderen. Anschließend lässt man abwechselnd ein Knie kreisen und arbeitet sich weiter nach oben: erst Hüftkreisen, dann die Arme auf Schulterhöhe nehmen und den Oberkörper um die Wirbelsäule rotieren«, empfiehlt Jane Bauscher. Das Warm-up für den Vierbeiner kann aus einem langsamen Trab bestehen. »Wichtig ist, Wendungen für den Hund einzubauen: Man kann den Hund Slalom laufen lassen oder ihn mit einem Leckerli oder Spielzeug dazu bringen, zwischen den Beinen hindurchzulaufen.«

Danach beginnt das eigentliche Training, das aus Jogging oder Walking und verschiedenen Kraftübungen besteht. Der Hund darf gerne an der Leine und über einen Jogginggurt mit Herrchen beziehungsweise Frauchen auf Zug laufen. »Hier bitte unbedingt ein gut sitzendes Geschirr verwenden«, rät die Fitnesstrainerin. Die Übungen sollten langsam aufgebaut werden. »Eine beliebte Einsteigerübung für den Hund ist das Vorderpfotenaufstellen auf einen Baumstamm oder einen niedrigen Poller – eine tolle Übung für die Hinterbeinmuskulatur«, erklärt sie. Danach geht es mit einer Übung für den Zweibeiner weiter: Unterarmstütz auf einem Baumstamm. Auch Parkbänke werden in das Training einbezogen, hier lassen sich prima Liegestütze und »Dips« (eine Übung für die Arme) durchführen. Insgesamt sollte eine Trainingseinheit etwa 60 Minuten dauern und kann beliebig viele Übungen beinhalten – je nach Leistungsniveau. »Im Unterschied zum Krafttraining im Fitnessstudio werden nicht nur isolierte Muskeln über geführte Bewegungen an der Maschine, sondern immer mehrere Muskelgruppen gleichzeitig aktiviert.«

Das Fitnesstraining mit dem Vierbeiner bietet zahlreiche Vorteile. »Man ist bei fast jedem Wetter an der frischen Luft – das ist gut für das Immunsystem und macht glücklich. Zugleich stärkt der gemeinsame Sport die Hund-Mensch-Bindung. Und nicht zuletzt macht es auch dem Hund großen Spaß, denn er wird körperlich und geistig gefordert«, hebt Jane Bauscher hervor.